Erste Lesung mit Beate Sommer Am 6. Mai 2009 um 20:00 fand im "Zentrum Alte Kirche" die Lesung von Beate Sommer statt. Silvie Bauer war jung, hübsch und schwanger. Jetzt ist sie tot, und ihr Lebensgefährte gerät ins Visier der Polizei. Je tiefer die Anwältin Marilene Müller im Leben der Verstorbenen gräbt, desto mehr verdichten sich die Hinweise, dass Silvie nicht nur ihre Schwangerschaft verheimlicht hat: Es gab mehr als nur einen Mann in ihrem Leben. Und sie war einer kriminellen Organisation auf die Spur gekommen, die vor nichts zurückschreckt. Als Marilene dies erkennt, ist es fast zu spät. Pressespiegel: Der Wiebadener Kurier berichtet:   Mörderischer Cocktail in der Alten Kirche 09.05.2009 - NIEDERNHAUSEN LESUNG Ehemalige Niedernhausener Buchhändlerin Beate Sommer stellt ihren ersten Krimi vor (fwo). "Hättest du geschwiegen", heißt der Erstling von Beate Sommer, 26 Jahre lang Buchhändlerin in Niedernhausen. Zur Lesung und zu einem Wiedersehen in der Alten Kirche reichten die Plätze kaum aus. Leben zwischen Buchdeckeln "Wie der Hering in der Dose, nur gemütlicher", findet der Nebenmann. So voll wie an diesem Abend sind Kulturkirchen selten. Bekannt ist die auftretende Künstlerin durch ihre 26-jährige Präsenz auf der eigenen Bühne vor Ort: der Buchhandlung Sommer an der Fritz-Gontermann-Straße und später am Lenzhahner Weg. Ihr Publikum waren und sind noch einmal die Leser, ihr Stück ist das zwischen zwei Buchdeckel gefasste Leben. Schurkenstücke haben es ihr angetan, literarische Krimis, die nicht nur einen fulminanten Plot bieten, sondern mit der Phantasie des Lesers spielen, am Schluss die Überraschung bieten. Pflichtbewusste Leidenschaft nennt Beate Sommer das, was im Frühjahr und Herbst mit den Leseexemplaren der Neuerscheinungen auf sie hereinbrach: Lesen bis zum Umfallen, sich begeistern, auch anöden lassen, ihre Meinung an Kunden wie Verlagsvertreter weiterzugeben. Mit dem Rückzug ins Private zu den norddeutschen Wurzeln hört dieser Lebensabschnitt nicht einfach auf, sondern beginnt etwas, das in Kindheit und Jugend seine Wurzeln hat, im Beruf genährt wurde und sich Bahn brach: selber schreiben. Nicht Tagebuch, nicht Kurzgeschichte, ein Krimi musste es sein. Am liebsten von jetzt auf gleich, aber so läuft das Leben nicht, auch nicht Bücher Schreiben. Woher die Zeit nehmen, wie Schreibblockaden lösen, wie mit dem Frust umgehen, dass sich die Verlage nicht um das Manuskript rissen? "Das Buch als Auftrag verlegen zu lassen, hätte ich nie gemacht", sagt Beate Sommer. Stärke und Durchhaltevermögen schöpfte sie durch Ehemann und eine freundschaftlich verbundene Lektorin. "Ich beschränkte mich auf zwei bis drei Kontaktaufnahmen im Jahr, sonst warten Sie auf Post wie in der Nacht auf die 16-jährige Tochter." Sommer schrieb am zweiten Roman, begann mit dem dritten, bevor sie den zweiten anbot, las dabei nie andere Krimis. Die Geduld zahlte sich aus. Bei der Vorbereitung des Umzugs nach Leer kam der erlösende Anruf. Der Rhein-Main-Krimi führt in den Handlungsort Wiesbaden, bietet Milieuschilderung und Psycho-Studie mit Tiefgang, hat feine Ironie etwa beim Besuch einer Kunstausstellung parat, beobachtet detailliert und reflektiert die eigene Gemütslage wie die der Mitspieler. "Ich mag sie alle", sagt Autorin Sommer, "auch die Bösewichte." Konkret geht es darum, dass eine Anwältin einer kriminellen Organisation auf die Spur kommt, deren Kontakte weit ins Gesellschaftliche hinein reichen. Je weiter sie ermittelt, desto tiefer schaufelt sie ihr Grab. Nicht fehlen durfte bei der Lesung die Passage mit Lokalkolorit: "Vorbei am Hotel und dem Rhein- Main-Theater senkten sich die Schranken des Bahnüberganges auf dem Weg nach Niedernhausen. Ein verschlafen wirkendes Städtchen, in dem ihr jemand eine Buchhandlung für gute Krimis empfohlen hatte. Wie lange braucht der Zug denn noch?" Ein Werk, das Fiktion und Realität vielschichtig zusammenführt, empfohlen jetzt von  Nachfolgerin Ursula Schüller in der Buchhandlung Sommer.